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Kolik beim Pferd vorbeugen: 12 wirksame Maßnahmen für Pferdebesitzer

07. April 2026 Anastasia D. Anastasia D. ...
Kolik beim Pferd vorbeugen: 12 wirksame Maßnahmen für Pferdebesitzer

Zuletzt aktualisiert: April 2026

Kolik beim Pferd vorbeugen: 12 wirksame Maßnahmen für Pferdebesitzer

Kolik ist die häufigste Notfallsituation in der Pferdemedizin – und eine der häufigsten nicht-infektiösen Todesursachen beim Pferd. Als langjährige Pferdehalterin mit tiermedizinischem Hintergrund weiß ich: Viele Koliken lassen sich durch konsequentes Management verhindern. In diesem Artikel zeige ich Ihnen 12 wissenschaftlich fundierte Maßnahmen, mit denen Sie das Kolikrisiko Ihres Pferdes deutlich senken können.

Medizinischer Hinweis: Dieser Beitrag dient der Information und ersetzt keine tierärztliche Beratung. Bei Kolik-Verdacht rufen Sie sofort Ihren Tierarzt an – Kolik kann lebensbedrohlich sein.

Das Wichtigste auf einen Blick

Kolik beim Pferd lässt sich nicht vollständig ausschließen, aber durch gezieltes Fütterungs- und Haltungsmanagement erheblich reduzieren. Die wichtigsten Risikofaktoren sind Wassermangel, zu wenig Raufutter, abrupte Futterumstellungen, Bewegungsmangel und Parasitenbefall.

  • Wasser immer frei verfügbar – mindestens 25–50 Liter täglich
  • Raufutter als Basis: mindestens 1,5 kg Heu pro 100 kg Körpergewicht
  • Keine Fresspausen über 4 Stunden
  • Kraftfutter in kleinen Portionen, langsam umstellen
  • Regelmäßige Bewegung, Zahnkontrolle und Kotproben
  • Anweiden im Frühjahr schrittweise über mehrere Wochen

Was ist Kolik beim Pferd?

Kolik beim Pferd ist ein Sammelbegriff für Bauchschmerzen, die durch Störungen im Magen-Darm-Trakt ausgelöst werden. Es handelt sich nicht um eine eigenständige Erkrankung, sondern um ein Symptom mit vielen möglichen Ursachen – von der harmlosen Gaskolik bis zum lebensbedrohlichen Darmverschluss.

Definition: Kolikprävention beim Pferd bezeichnet alle Maßnahmen im Bereich Fütterung, Haltung und Gesundheitsmanagement, die das Risiko einer Kolikepisode nachweislich senken.

Das Verdauungssystem des Pferdes ist anatomisch anfällig: Der Magen fasst nur 8–15 Liter, der Dickdarm hingegen bis zu 130 Liter. Mehrere enge Biegungen im Darmverlauf begünstigen Verstopfungen und Verlagerungen. Dazu kommt, dass das Pferd nicht erbrechen kann – Gas und Darminhalt müssen nach unten weitertransportiert werden. Blockierungen können deshalb rasch lebensbedrohlich werden.

Tinker und White (1997, PMID: 9413718) haben in einer der grundlegenden epidemiologischen Studien zur Kolik beim Pferd gezeigt, dass Fütterungs- und Haltungspraktiken zu den wichtigsten beeinflussbaren Risikofaktoren zählen. Das ist die gute Nachricht: Die meisten dieser Faktoren haben Sie als Pferdebesitzer selbst in der Hand.

Die sieben häufigsten Kolikformen, die durch präventive Maßnahmen beeinflusst werden können:

  • Verstopfungskolik – Darminhalt steckt an einer engen Stelle fest
  • Gaskolik – übermäßige Gasansammlung im Dickdarm
  • Krampfkolik – funktionelle Darmkrämpfe, oft stressbedingt
  • Sandkolik – Sandansammlung im Blind- und Dickdarm
  • Magenüberladung – Überfüllung des Magens, Rupturgefahr
  • Darmverschluss / Darmdrehung – mechanische Blockade, oft operationspflichtig
  • Darmeinklemmung – Darmabschnitt wird eingeklemmt, sofortige OP notwendig

Für eine ausführliche Beschreibung aller Kolikformen, Symptome und Notfallmaßnahmen lesen Sie unseren Hauptartikel: Kolik beim Pferd – der komplette Guide.

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12 Maßnahmen zur Kolik-Vorbeugung im Überblick

#MaßnahmeHauptwirkung
1Wasser immer verfügbarVerhindert Obstipation
2Raufutter als BasisHält Darm in Bewegung
3Keine langen FresspausenVerhindert Magenübersäuerung und Spasmen
4Kraftfutter minimierenReduziert Gärung und Gasbildung
5Langsames AnweidenVerhindert Gaskolik durch Grasgärung
6Regelmäßige BewegungAktiviert Darmmotorik
7Stress reduzierenVerhindert Krampfkoliken
8ZahnkontrolleBessere Kauqualität, weniger Verstopfung
9ParasitenkontrolleVerhindert Darmschäden und Verschlüsse
10Sandaufnahme vermeidenVerhindert Sandkolik
11Futterqualität prüfenKein Schimmel, kein Staub
12Darmflora unterstützenStabile Verdauung, weniger Gärung

Maßnahme 1: Wasser – die wichtigste Kolik-Prävention überhaupt

Wassermangel ist einer der häufigsten und gleichzeitig am leichtesten vermeidbaren Auslöser von Obstipationskoliken. Ein ausgewachsenes Pferd trinkt täglich 25–50 Liter – bei Hitze, körperlicher Arbeit oder Laktation deutlich mehr. Steht nicht ausreichend Wasser zur Verfügung, trocknet der Darminhalt ein und bleibt stecken.

Hudson und Cohen (2001, PMID: 11724182) haben in ihrer Studie zu Fütterungspraktiken und Kolikrisiko den Zusammenhang zwischen Wasserversorgung und Kolikhäufigkeit analysiert. Ihre Ergebnisse zeigen, dass Veränderungen in der Wasseraufnahme – etwa durch Ortswechsel, kaltes Wetter oder schlechte Wasserqualität – das Kolikrisiko signifikant erhöhen.

Praktische Empfehlungen zur Wasserversorgung

  • Wasser immer frei verfügbar – kein zeitlich begrenztes Angebot
  • Automatische Tränken täglich reinigen – verschmutzte Tränken werden gemieden
  • Im Winter anwärmen – Pferde trinken weniger, wenn das Wasser zu kalt ist. Lauwarm angebotenes Wasser erhöht die Trinkmenge in der kalten Jahreszeit nachweislich
  • Bei Stallwechsel besonders aufpassen – neues Wasser riecht anders und wird anfangs oft weniger getrunken. Beobachten Sie die Trinkmenge in den ersten Tagen genau
  • Elektrolyte nach starker Belastung – regen den Trinkreiz an und gleichen Mineralverluste aus. Die genaue Dosierung legt Ihr Tierarzt fest
  • Wasserqualität prüfen – bei Brunnen- oder Regenwasser gelegentlich die Qualität kontrollieren lassen

Maßnahme 2 und 3: Raufutter – Heu als Basis und keine langen Fresspausen

Das Pferd ist ein Dauerfresser. In der Natur nimmt es 16–18 Stunden täglich kleine Mengen Raufutter auf. Sein gesamtes Verdauungssystem – von der Speichelproduktion bis zur Darmperistaltik – ist auf diese kontinuierliche Futteraufnahme ausgerichtet. Fresspausen von mehr als 4 Stunden bringen dieses System aus dem Gleichgewicht.

Hudson und Cohen (2001, PMID: 11724182) konnten zeigen, dass Pferde, die Heu als Hauptfutter erhalten und keine langen Fresspausen haben, ein signifikant niedrigeres Kolikrisiko aufweisen als Pferde mit kraftfutterbetonter Ernährung und unregelmäßiger Fütterung.

Wie viel Heu braucht ein Pferd?

Die Faustformel: mindestens 1,5 kg Heu pro 100 kg Körpergewicht täglich – das sind bei einem 500-kg-Pferd mindestens 7,5 kg Heu. Für Pferde mit erhöhtem Kolikrisiko oder in Ruhehaltung kann die Menge auf 2 kg pro 100 kg Körpergewicht erhöht werden.

Fresspausen unter 4 Stunden halten

Lange Fresspausen erhöhen die Magensäurebelastung und begünstigen Krampfkoliken. Praktische Lösungen:

  • Heunetze mit engerer Maschenweite verlangsamen die Futteraufnahme und verlängern die Fressdauer erheblich – besonders sinnvoll für Pferde, die ihr Heu in kurzer Zeit auffressen
  • Mehrere kleine Portionen statt wenige große Gaben
  • Heuraufe immer befüllt für Pferde ohne Gewichtsproblem – ad libitum-Heufütterung ist für die meisten Pferde die natürlichste und sicherste Variante
  • Stroh als Ergänzung – strukturiertes Raufutter zwischen den Heugaben, solange die Qualität stimmt (kein verschimmeltes Stroh!)
Achtung Einstreu: Pferde auf Strohbettstreu fressen oft unkontrolliert Einstreu. Schlechte Strohqualität, zu viel Strohaufnahme oder verschimmeltes Stroh erhöhen das Kolikrisiko. Wer ein kolikanfälliges Pferd hat, sollte die Einstreu auf Späne oder Pellets umstellen.

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Maßnahme 4: Kraftfutter richtig einsetzen und Futterumstellungen langsam durchführen

Kraftfutter – also Getreide, Müsli, Pellets und Konzentrate – ist für das Verdauungssystem des Pferdes eine Belastung. Die im Dünndarm nicht vollständig verdauten Kohlenhydrate gelangen in den Dickdarm, wo sie von Bakterien fermentiert werden. Das produziert Gas und verändert das Milieu der Darmflora – beides begünstigt Koliken.

Tinker und White (1997, PMID: 9413718) identifizierten in ihrer epidemiologischen Studie zu Kolikrisikofaktoren die Fütterung von Getreide und Konzentratfutter als einen der stärksten beeinflussbaren Risikofaktoren für Kolik – besonders, wenn große Mengen auf einmal gegeben werden.

Regeln für koliksicheren Kraftfuttereinsatz

  • Maximalmenge pro Gabe: Nicht mehr als 500–1.000 g Kraftfutter pro Mahlzeit – der Magen fasst nur etwa 8–15 Liter, größere Mengen überlasten ihn
  • Mindestens 3 Portionen täglich statt einer oder zwei großen Gaben
  • Heu immer vor dem Kraftfutter geben – so wird die Magenpassage verlangsamt und die Fermentation gedämpft
  • Futterumstellungen über mindestens 7–14 Tage einschleichen – die Darmflora braucht Zeit, um sich anzupassen. Abrupte Umstellungen sind ein klassischer Kolikauslöser
  • Quellfähige Zutaten immer eingeweicht geben – Rübenschnitzel, Luzernewürfel und Heucobs müssen ausreichend gequollen sein, bevor das Pferd sie frisst. Trocken aufgenommen können sie im Magen aufquellen und eine Magenüberladung verursachen

Maßnahme 5: Anweiden im Frühjahr – die unterschätzte Kolikgefahr

Der Frühling ist Hochsaison für Koliken. Frisches Gras enthält hohe Mengen an schnell fermentierbaren Kohlenhydraten – vor allem Fruktane – die im Dickdarm des Pferdes eine explosive Gärung auslösen können. Dazu kommt der hohe Wassergehalt des jungen Grases, der den Darminhalt verflüssigt und die Passagegeschwindigkeit verändert.

Schrittweises Anweiden – so geht es richtig

Die Eingewöhnung an Weidegras sollte über mindestens 2–3 Wochen erfolgen – in manchen Quellen werden sogar 4–6 Wochen empfohlen, besonders für kolikgefährdete Pferde:

WocheWeidezeit pro TagHinweis
15–10 MinutenVorher Heu füttern, nie auf nüchternen Magen
215–20 MinutenVerhalten nach dem Weidegang beobachten
330–45 MinutenMorgens ist der Fruktangehalt im Gras niedriger
41–2 StundenLangsam steigern
ab Woche 5Stufenweise bis zur vollen WeidezeitJe nach Pferd und Grasqualität individuell

Besonders gefährdet sind Pferde mit EMS (Equines Metabolisches Syndrom) oder Cushing – bei ihnen ist ein besonders vorsichtiges Anweiden und manchmal ganzjährige Weidebeschränkung notwendig. Mehr dazu in unserem Artikel: Cushing beim Pferd.

 

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Maßnahme 6: Regelmäßige Bewegung – der natürliche Darmmotor

Bewegung ist einer der wichtigsten natürlichen Kolikschutzfaktoren. Das Pferd ist als Steppentier dafür ausgelegt, täglich viele Kilometer zurückzulegen. Diese Bewegung hält die Darmperistaltik in Gang – also die rhythmischen Kontraktionen, die den Inhalt durch den Darm transportieren.

Scantlebury et al. (2011, PMID: 21790759) haben in ihrer Studie zu wiederkehrenden Koliken gezeigt, dass Haltungsbedingungen – insbesondere Bewegungsmangel und Boxenhaltung ohne ausreichend Auslauf – mit einem erhöhten Risiko für Kolikepisoden assoziiert sind.

Wie viel Bewegung ist genug?

  • Täglicher freier Auslauf auf Paddock oder Weide ist ideal – auch bei schlechtem Wetter
  • Mindestens 30–60 Minuten tägliche Bewegung, idealerweise aufgeteilt auf mehrere Einheiten
  • Pferde in reiner Boxenhaltung haben ein deutlich höheres Kolikrisiko – wenn möglich, zumindest einen Paddock-Auslauf einrichten
  • Nach langen Ruhepausen (Krankheit, Urlaub des Besitzers) die Bewegung langsam wieder steigern
  • Vor und nach langen Transporten ausreichend Bewegung anbieten – Transportstress ist ein bekannter Kolikauslöser

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Maßnahme 7: Stress reduzieren – der unterschätzte Kolikfaktor

Stress hat einen direkten Einfluss auf die Darmfunktion. Das enterische Nervensystem – das „Bauchhirn“ – reagiert sensibel auf psychischen Druck. Krampfkoliken sind besonders häufig stressbedingt. Situationen wie Stallwechsel, Herdentrennung, Turnierstress, Transporte oder unregelmäßige Routinen können Kolik auslösen.

Scantlebury et al. (2014, PMID: 24735250) identifizierten in ihrer Analyse von Management-Risikofaktoren unter anderem Haltungsveränderungen und soziale Instabilität als relevante Risikofaktoren für Kolikepisoden.

Praktische Stressreduktion im Stallalltag

  • Feste Routinen – Fütterung, Pflege und Bewegung möglichst zur gleichen Zeit täglich
  • Stabile Herdenstruktur – häufige Umgrupierungen stressen und erhöhen das Kolikrisiko
  • Sozialkontakt sicherstellen – Pferde sind Herdentiere. Einzelhaltung ohne Sicht- und Hörkontakt zu Artgenossen ist chronischer Stressor
  • Bei Transporten: erfahrene Reisebegleitung, ausreichend Pausen, Wasser anbieten
  • Vor Turnieren oder Stallwechseln die Fütterung stabil halten und gut beobachten

Maßnahme 8: Zahnkontrolle – schlechte Zähne, schlechte Verdauung

Schlechte Zähne sind ein unterschätzter Kolikauslöser, besonders bei älteren Pferden. Wer nicht richtig kauen kann, schluckt zu große Futterpartikel – diese können den Darm verstopfen oder werden im Dickdarm schlecht fermentiert, was Gasbildung begünstigt.

Scharfe Zahnkanten, Haken, Stufengebisse oder fehlende Zähne beeinträchtigen die Kauqualität erheblich. Das Ergebnis: schlecht zerkauutes Heu landet im Magen, das Pferd speichelt weniger (Speichel ist ein natürlicher Puffer für die Magensäure) und der gesamte Verdauungsprozess läuft schlechter.

Empfehlungen zur Zahnpflege

  • Mindestens einmal jährlich eine Zahnkontrolle durch einen Pferdzahnarzt oder Tierarzt
  • Ältere Pferde (ab 15 Jahren) zweimal jährlich, da sich Zahnprobleme schneller entwickeln
  • Anzeichen für Zahnprobleme: Futter aus dem Maul fallen lassen (Quidding), einseitiges Kauen, schlechte Körperkondition trotz ausreichend Futter, Widerwillen gegen das Gebiss, Kotverdacht (unverdaute Heuteile im Kot)
  • Bei Zahnproblemen: vorübergehend auf weicheres Futter umstellen (eingeweichte Heucobs, gequollene Schnitzel)

Maßnahme 9: Parasitenkontrolle – Würmer als Kolikauslöser

Parasitenbefall ist ein relevanter, aber häufig unterschätzter Kolikauslöser. Große Strongyliden können die Darmwanddurchblutung schädigen und Gefäßverschlüsse verursachen. Askariden (Spulwürmer) können bei jungen Pferden Dünndarmverschlüsse auslösen – eine lebensbedrohliche Situation. Bandwürmer werden mit Ileozäkalinvaginationen in Verbindung gebracht.

Moderne, selektive Entwurmung

Die früher übliche routinemäßige Entwurmung aller Pferde nach festen Zeitplänen gilt heute als überholt. Die Empfehlung lautet: Kotproben vor jeder Entwurmung, um den tatsächlichen Befall festzustellen und gezielt zu behandeln. Das schont die Darmflora und bremst die Resistenzentwicklung.

  • Kotprobe mindestens zweimal jährlich – im Frühjahr und Herbst
  • Entwurmung nur bei nachgewiesenem Befall oder bei Hochausscheidern
  • Bandwurmtests (Speicheltest oder Bluttest) einmal jährlich
  • Weidemanagement: Kot regelmäßig von der Weide entfernen, Weidewechsel, Weide nicht übermäßig belasten

Ausführliche Informationen zur modernen Entwurmung finden Sie in unserem Artikel: Selektive Entwurmung beim Pferd.

 

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Maßnahme 10: Sandkolik vermeiden – Flohsamenschalen und Weidemanagement

Sandkolik entsteht durch die allmähliche Ansammlung von Sand und Erde im Blind- und Dickdarm. Pferde auf sandigen Böden, abgefressenen Weiden oder Paddocks mit Sandboden nehmen täglich kleine Mengen Sand auf – über Monate summiert sich das zu gefährlichen Mengen.

Kaikkonen und Niinistö (2016, PMID: 27733202) haben in ihrer Studie die Wirksamkeit von Psylliumschalen (Flohsamenschalen) bei der Sandkolik-Prävention untersucht. Psyllium bildet im Darm einen Gelfilm, der Sand bindet und dessen Ausscheidung fördert.

Praktische Sandkolik-Prävention

  • Heu nie direkt auf sandigen Boden legen – immer in Raufen oder auf Gummimatten füttern
  • Abgefressene Weiden meiden – wenn das Gras so kurz ist, dass die Pferde beim Grasen Sand aufnehmen, besser umzäunen oder Heu zufüttern
  • Flohsamenschalen als Kurprophylaxe – empfohlen werden Kuren von 5–7 Tagen pro Monat für Pferde mit erhöhtem Risiko. Die genaue Dosierung legt Ihr Tierarzt fest
  • Sandtest zur Kontrolle: Eine Kotprobe in einem klaren Behälter mit Wasser – sinkt Sand auf den Boden, besteht Verdacht auf erhöhte Sandbelastung
  • Paddockboden prüfen – bei sandigem Untergrund Gummimatten oder feste Flächen für die Fütterung einrichten

Maßnahme 11: Futterqualität prüfen – kein Schimmel, kein Staub

Schlechtes Futter ist ein direkter Kolikauslöser. Verschimmeltes Heu enthält Mykotoxine, die die Darmschleimhaut reizen und die Darmflora schädigen. Staubiges Heu begünstigt nicht nur Atemwegserkrankungen, sondern kann auch Magen-Darm-Beschwerden auslösen.

Worauf Sie bei der Futterqualität achten müssen

  • Heu: grünlich-gelbliche Farbe, angenehmer Geruch, keine Schimmelflecken, kein übermäßiger Staub. Im Zweifelsfall Heu befeuchten oder bedampfen
  • Silage / Haylage: nur aus hygienisch einwandfreier Produktion, Ballen sofort nach Öffnen verbrauchen
  • Kraftfutter: trocken und kühl lagern, Verfallsdatum beachten, keine muffigen oder ranzigen Gerüche
  • Rübenschnitzel und Quellfutter immer frisch ansetzen – gequollenes Futter, das mehrere Stunden steht, kann gären
  • Lagerung: Heu und Kraftfutter vor Feuchtigkeit schützen – feuchtes Lager = Schimmelrisiko

Maßnahme 12: Darmflora unterstützen – aktuelle Forschung und praktische Maßnahmen

Die Darmflora des Pferdes ist ein komplexes Ökosystem aus Milliarden von Mikroorganismen, die für eine gesunde Verdauung unverzichtbar sind. Störungen der Darmflora – durch Futterumstellungen, Antibiotika, Stress oder Parasitenbefall – begünstigen Kolik, besonders Gaskoliken durch Fehlgärungen.

Neuere Forschung beleuchtet die Rolle kurzettiger Fettsäuren (Short Chain Fatty Acids, SCFAs) und präbiotischer Substanzen bei der Erhaltung einer gesunden Darmflora. Schank et al. (2025) sowie Cottone et al. (2026) haben in jüngsten Arbeiten den Einfluss von Präbiotika und Darmflora-Modulatoren auf das Kolikrisiko untersucht – ein Forschungsfeld, das zunehmend an Bedeutung gewinnt.

Praktische Maßnahmen zur Darmflora-Unterstützung

  • Probiotika – fermentierte Mikroorganismen, die die Darmflora stabilisieren. Besonders sinnvoll nach Antibiotikagaben, nach Kolikepisoden oder bei Futterumstellungen. Die genaue Dosierung legt Ihr Tierarzt oder Tierheilpraktiker fest
  • Leinsamen (gekocht) – Schleimstoffe schützen die Darmschleimhaut und fördern die Gleitfähigkeit des Darminhalts. Immer kochen, da rohe Leinsamen Blausäure freisetzen können
  • Präbiotika – unverdauliche Fasern, die das Wachstum nützlicher Darmbakterien fördern (z.B. Flohsamenschalen, Inulin)
  • Futterumstellungen langsam durchführen – jede abrupte Änderung destabilisiert die Darmflora
  • Antibiotika nur wenn nötig und danach immer probiotisch nachbehandeln

Mehr zu Darmgesundheit und verwandten Themen: Blähungen beim Pferd und Kotwasser bei Pferden.

Häufige Fehler im Stallalltag, die Kolik begünstigen

Manche Kolikauslöser sind im Alltag so eingeschlichen, dass man sie kaum noch wahrnimmt. Diese Fehler sehe ich besonders häufig:

  • Kraftfutter als Hauptfutter – das Heu-zu-Kraftfutter-Verhältnis sollte immer zugunsten von Raufutter ausfallen
  • Rübenschnitzel trocken füttern – klassischer Magenüberladungs-Auslöser, unbedingt quellen lassen
  • Wasser nach dem Kraftfutter verweigern – falsch, Wasser darf immer frei verfügbar sein
  • Abrupter Heuwechsel – auch ein neues Heu von einem anderen Lieferanten kann die Darmflora destabilisieren. Langsam mischen
  • Entwurmung ohne Kotprobe – unkontrollierte Entwurmung fördert Resistenzen, schützt aber nicht zuverlässig
  • Zahnkontrolle vergessen – besonders bei älteren Pferden regelmäßig einplanen
  • Pferd nach starker Belastung sofort in die Box stellen ohne ausreichend Bewegung – begünstigt Krampfkoliken
  • Koliksymptome abwarten – jede Kolik, die sich nicht innerhalb von 30 Minuten stabilisiert, gehört zum Tierarzt
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Wann ist ein Pferd besonders kolikgefährdet? – Risikofaktoren im Überblick

Blikslager (2019, PMID: 31084747) hat in einem Übersichtsartikel zur Kolik-Prävention und Vermeidung operativer Eingriffe die wichtigsten Risikofaktoren zusammengefasst. Bestimmte Pferde tragen ein strukturell höheres Kolikrisiko:

  • Ältere Pferde – nachlassende Darmmotorik, schlechtere Zahnqualität, reduzierte Wasseraufnahme
  • Pferde mit Vorgeschichte – wer einmal eine Kolik hatte, hat ein statistisch erhöhtes Risiko für weitere Episoden (Mair & Sherlock, 2023, PMID: 37121784)
  • Arabische und Vollblüter – epidemiologische Studien zeigen ein erhöhtes Kolikrisiko in diesen Rassen
  • Pferde in Boxenhaltung ohne Auslauf
  • Pferde mit Cushing oder EMS – veränderte Darmphysiologie durch hormonelle Störungen
  • Pferde nach Bauchoperationen – Adhäsionsgefahr (Verwachsungen), die zu chronischen Koliken führen kann
  • Pferde auf sandigen Böden

Für kolikgefährdete Pferde gilt: alle 12 Präventionsmaßnahmen konsequent umsetzen, regelmäßige tierärztliche Kontrollen, und bei der geringsten Auffälligkeit sofort handeln.

Saisonale Risiken: Wann ist Kolikgefahr besonders hoch?

Koliken verteilen sich nicht gleichmäßig übers Jahr. Es gibt saisonale Hochphasen, auf die Sie sich vorbereiten können.

Frühjahr – die gefährlichste Zeit

Der Frühling ist die klassische Kolik-Hochsaison. Mehrere Faktoren treffen zusammen: Das Gras ist jung und reich an schnell fermentierbaren Kohlenhydraten. Pferde, die den Winter über wenig Bewegung hatten, kommen auf Weiden mit vollem Grasangebot. Die Darmflora ist noch nicht auf Frischgras eingestellt. Dazu kommen häufige Wetterschwankungen, die die Trinkgewohnheiten beeinflussen.

Maßnahmen im Frühjahr: Anweiden nach Plan (siehe oben), Wasserzufuhr kontrollieren, Zahnkontrolle vor der Saison durchführen, Kotprobe abnehmen lassen.

Herbst – Futterumstellung und Weidewechsel

Auch der Herbst birgt Risiken. Die Weide wird schlechter, Pferde werden auf Heufütterung umgestellt, das Bewegungsangebot reduziert sich. Abrupte Heuwechsel, wenn eine neue Ernte eingelagert wird, sind ein klassischer Kolikauslöser. Die Trinkmenge sinkt mit fallenden Temperaturen – Obstipationsrisiko steigt.

Maßnahmen im Herbst: Heuwechsel langsam einschleichen, Wasser anwärmen, Bewegungsausgleich schaffen, Entwurmung nach Kotprobe durchführen.

Winter – Kälte und Wassermangel

Im Winter trinken Pferde oft weniger als sie sollten – kaltes Wasser wird gemieden. Das erhöht das Risiko für Obstipationskoliken erheblich. Gleichzeitig sind viele Pferde in der kalten Jahreszeit weniger aktiv, was die Darmperistaltik verlangsamt.

Maßnahmen im Winter: Wasser anwärmen (ca. 10–15 °C), Salz als Leckmöglichkeit anbieten um den Trinkreiz zu stimulieren, Bewegung trotz Kälte sicherstellen.

Typische Übergangssituationen mit erhöhtem Kolikrisiko

  • Stallwechsel oder Umzug – neue Umgebung, neues Wasser, neue Herde
  • Transport über längere Strecken
  • Nach Erkrankungen und Antibiotikakuren – Darmflora ist destabilisiert
  • Nach langen Pausen ohne Bewegung (Urlaub, Verletzung)
  • Erste Tage nach einer Kolikepisode – Rückfallrisiko erhöht

🐴 Kolik beim Pferd – Symptome, Notfallmaßnahmen und Behandlung

Was tun, wenn Ihr Pferd trotz aller Vorbeugung eine Kolik entwickelt? Alles zu Symptomen, Erste Hilfe und Diagnose in unserem Hauptartikel: → Kolik beim Pferd – der komplette Guide

🐴 Magengeschwüre beim Pferd

Magengeschwüre und Kolik hängen oft zusammen. Wer ein kolikanfälliges Pferd hat, sollte auch Magengeschwüre ausschließen: → Magengeschwüre beim Pferd

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Häufige Fragen: Kolik beim Pferd vorbeugen

Wie viel Wasser braucht ein Pferd täglich, um Kolik vorzubeugen?

Ein ausgewachsenes Pferd benötigt täglich 25–50 Liter Wasser. Bei Hitze, intensiver Arbeit oder Laktation kann der Bedarf deutlich höher sein. Wichtig: Wasser muss immer frei verfügbar sein – kein zeitlich begrenztes Angebot. Im Winter erhöht lauwarm angebotenes Wasser die Trinkmenge und schützt damit vor Obstipationskoliken.

Welches Futter begünstigt Kolik beim Pferd?

Besonders riskant sind: zu viel Kraftfutter auf einmal (mehr als 500–1.000 g pro Gabe), abrupte Futterumstellungen, trockene quellfähige Zutaten wie ungequollene Rübenschnitzel, verschimmeltes oder staubiges Heu sowie frisches Gras in zu großen Mengen ohne ausreichende Eingewöhnung. Raufutter-Mangel und lange Fresspausen erhöhen das Risiko ebenfalls erheblich.

Helfen Flohsamenschalen wirklich gegen Sandkolik?

Ja – Flohsamenschalen (Psyllium) bilden im Darm einen Gelfilm, der Sand bindet und seine Ausscheidung fördert. Kaikkonen und Niinistö (2016, PMID: 27733202) haben die Wirksamkeit von Psyllium bei der Sandkolik-Prävention wissenschaftlich untersucht. Empfohlen werden Kuren von 5–7 Tagen pro Monat für Pferde mit erhöhtem Sandkolik-Risiko. Die genaue Dosierung besprechen Sie mit Ihrem Tierarzt.

Kann Stress wirklich Kolik auslösen?

Ja. Das enterische Nervensystem – das „Bauchhirn“ des Pferdes – reagiert direkt auf Stress. Stallwechsel, Herdentrennung, Transporte, Turnierstress oder unregelmäßige Routinen können Krampfkoliken auslösen. Scantlebury et al. (2014, PMID: 24735250) identifizierten Haltungsveränderungen und soziale Instabilität als relevante Risikofaktoren. Stabile Routinen und ausreichend Sozialkontakt sind daher wichtige Präventionsmaßnahmen.

Muss ich mein Pferd wirklich jedes Jahr beim Zahnarzt vorstellen?

Ja – mindestens einmal jährlich, bei älteren Pferden (ab 15 Jahren) besser zweimal. Schlechte Zahnqualität führt zu schlecht zerkautem Futter, das im Darm nicht optimal verdaut wird und Verstopfungskoliken begünstigt. Anzeichen für Zahnprobleme sind: Futter aus dem Maul verlieren, einseitiges Kauen, schlechte Körperkondition trotz ausreichend Futter oder unverdaute Heuteile im Kot.

Wie lange darf die Fresspause bei Pferden maximal sein?

Maximal 4 Stunden. Das Pferd ist als Dauerfresser ausgelegt und produziert kontinuierlich Magensäure – auch ohne Futter. Längere Pausen ohne Raufutter erhöhen die Säurebelastung im Magen und begünstigen Magengeschwüre und Krampfkoliken. Heunetze mit engerer Maschenweite sind eine einfache Möglichkeit, die Fressdauer zu verlängern und Pausen zu überbrücken.

Fazit: Kolikprävention ist tägliche Routine

Kolik lässt sich nicht vollständig ausschließen – aber das Risiko ist sehr wohl beeinflussbar. Die 12 Maßnahmen in diesem Artikel sind kein Hexenwerk: Sie sind Ausdruck einer artgerechten Haltung und konsequenten Fütterung. Wasser immer verfügbar, Raufutter als Basis, keine langen Fresspausen, regelmäßige Bewegung und Zahnkontrolle – das klingt simpel, weil es das ist.

Besonders kolikgefährdete Pferde brauchen zusätzliche Aufmerksamkeit: regelmäßige tierärztliche Kontrollen, Kotproben statt Routineentwurmung und ein waches Auge für die ersten Anzeichen einer Kolik.

Sprechen Sie mit Ihrem Tierarzt über individuelle Präventionsmaßnahmen für Ihr Pferd – er kennt die spezifischen Risikofaktoren und kann den besten Plan für Ihre Situation entwickeln.


Über die Autorin

Anastasia Profilbild
Anastasia D.

Pferdebesitzerin mit über 15 Jahren Erfahrung. Ihre Pferde, eine Vollblutstute (Ex-Galopper) & eine Friesen-Kaltblutmixstute werden in Eigenregie gehalten. Sie schreibt auf Basis eigener Erfahrung, stetiger Weiterbildung und wissenschaftlicher Recherche. Rücksprache mit Tierärzten wird regelmäßig gehalten. Bei medizinischen Fragen immer den Tierarzt konsultieren.

Quellen und weiterführende Literatur

  • Hudson JM, Cohen ND et al. (2001). Feeding practices associated with colic in horses. J Am Vet Med Assoc. PMID: 11724182
  • Tinker MK, White NA et al. (1997). Prospective study of equine colic risk factors. Equine Vet J. PMID: 9413718
  • Scantlebury CE et al. (2011). Recurrent colic in the horse: incidence and risk factors. Equine Vet J. PMID: 21790759
  • Scantlebury CE et al. (2014). Management risk factors associated with colic in horses. Equine Vet J. PMID: 24735250
  • Blikslager AT (2019). Surgical versus medical treatment of colic: an evidence-based approach to case selection. Vet Clin North Am Equine Pract. PMID: 31084747
  • Kaikkonen R, Niinistö K (2016). Psyllium as a prevention of sand colic in horses. Equine Vet Educ. PMID: 27733202
  • Mair T, Sherlock C (2023). Recurrent Colic: Diagnosis, Management, and Expectations. Vet Clin North Am Equine Pract. PMID: 37121784

Anastasia D.
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