Mönchspfeffer für Pferde: Dosierung, Wirkung & Nebenwirkungen

Zuletzt aktualisiert: März 2026
Wichtiger Hinweis: Die Informationen auf pferde-heilkunde.com ersetzen nicht die professionelle tierärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultiere immer einen Tierarzt, bevor du deinem Pferd Mönchspfeffer oder andere Ergänzungsfuttermittel gibst.
Mönchspfeffer für Pferde — das Wichtigste in Kürze
Mönchspfeffer (Vitex agnus-castus) ist ein seit Jahrhunderten bewährtes Heilkraut, das heute in der Pferdegesundheit eine wichtige Rolle spielt. Tierärzte und erfahrene Pferdebesitzer setzen es vor allem bei hormonell bedingten Verhaltensproblemen ein — bei Stuten während der Rosse ebenso wie bei Wallachen mit hengstigem Verhalten. Die Pflanze wirkt auf den Dopaminhaushalt im Gehirn und kann so die Prolaktinproduktion modulieren, was zu einer spürbaren Beruhigung führt. Gleichzeitig zeigt eine Studie von Bradaric, May & Gehlen (2013), veröffentlicht in der Pferdeheilkunde, dass Mönchspfeffer auch unterstützend beim Equinen Cushing-Syndrom eingesetzt werden kann.
Anwendungsgebiete im Überblick
- Hormonelle Balance bei Stuten: Regulierung unregelmäßiger Rossezyklen und damit verbundener Verhaltensschwankungen. Mehr dazu: Rosse und Rosse-Rechner.
- Verhaltensmanagement bei Wallachen: Reduzierung von hengstigen Verhaltensweisen trotz Kastration.
- Unterstützung bei Cushing-Syndrom: Nachweislich positive Effekte auf klinische Parameter bei PPID. Mehr dazu: Cushing beim Pferd.
- Fruchtbarkeitsförderung: Zyklusregulierung bei Zuchtstuten. Mehr dazu: Trächtigkeit beim Pferd.
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Was ist Mönchspfeffer — Vitex agnus-castus?
Botanische Beschreibung und Geschichte
Mönchspfeffer, botanisch als Vitex agnus-castus bekannt, ist ein Strauch oder kleiner Baum aus der Familie der Lippenblütler (Lamiaceae), der im Mittelmeerraum und in Westasien beheimatet ist. Er wird bis zu 5 Meter hoch und trägt im Sommer charakteristische lila Blüten. Die Früchte des Mönchspfeffers ähneln kleinen Pfefferkörnern und wurden im Mittelalter von Mönchen verwendet, um den Geschlechtstrieb zu dämpfen — daher der Name. Die Pflanze wird seit langem in der Volksmedizin eingesetzt, besonders zur Beeinflussung des Hormonhaushalts und bei Frauenleiden. Heute findet sie auch in der Tiermedizin, insbesondere bei Pferden, zur Regulierung hormoneller Ungleichgewichte Verwendung.
Wie wirkt Mönchspfeffer bei Pferden?
Hormonelle Auswirkungen auf Stuten und Wallache
Mönchspfeffer ist bekannt für seine potenziellen hormonregulierenden Eigenschaften, sowohl bei Menschen als auch bei Tieren. Bei Pferden — insbesondere bei Stuten und Wallachen — kann Mönchspfeffer eingesetzt werden, um hormonelle Ungleichgewichte zu adressieren, die verschiedene Verhaltens- und Gesundheitsprobleme verursachen können. Die Wirkstoffe im Mönchspfeffer — darunter Diterpene und Flavonoide — wirken auf den Dopaminhaushalt im Gehirn und können so die Produktion des Hormons Prolaktin hemmen.
Wissenschaftliche Evidenz: Die pflanzlichen Wirkstoffe des Mönchspfeffers — insbesondere Diterpene und Flavonoide — wurden in der Humanmedizin ausführlich untersucht (siehe Studien zu Vitex agnus-castus bei Frauen). Für die spezifische Anwendung bei Pferden liegen jedoch nur begrenzt publizierte klinische Studien vor. Eine Ausnahme ist die Studie von Bradaric, May & Gehlen (2013) zur Anwendung bei Cushing/PPID, die als PDF in diesem Artikel verlinkt ist. Die hier beschriebenen Erfahrungswerte basieren auf tierärztlicher Praxis und Anwenderberichten.

Hormonelle Auswirkungen auf Stuten
Bei Stuten wird Mönchspfeffer oft verwendet, um Symptome zu lindern, die mit hormonellen Schwankungen während des Zyklus zusammenhängen — etwa unregelmäßige Rosse oder Verhaltensänderungen. Prolaktin ist bei weiblichen Tieren für die Milchproduktion und die Brustentwicklung während der Schwangerschaft verantwortlich. Durch die Reduzierung des Prolaktinspiegels kann Mönchspfeffer dazu beitragen, die hormonelle Balance bei Stuten zu fördern und ihr Verhalten während der Rosse zu stabilisieren.
Mönchspfeffer für Wallache — Hilft es gegen Hengstigkeit?
Obwohl Wallache kastriert sind, können einige von ihnen immer noch Verhaltensweisen zeigen, die auf Hormonreste zurückzuführen sind. Mönchspfeffer kann dazu beitragen, diese hengstigen Verhaltensweisen zu reduzieren. Die Inhaltsstoffe des Mönchspfeffers interagieren möglicherweise mit dem Dopaminsystem und wirken sich dadurch auf die Hormonregulierung aus. Dies kann bei Wallachen dazu führen, dass überschüssiges Prolaktin reduziert wird — was wiederum die Tendenz zu dominantem oder triebgesteuertem Verhalten mindern kann.
Anwendung bei Verhaltensproblemen und Fruchtbarkeitsmanagement
Verhaltensprobleme
- Bei Stuten: Mönchspfeffer kann helfen, die Stimmungsschwankungen und die damit verbundenen Verhaltensprobleme, die während der Rosse auftreten können, zu regulieren. Stuten, die zu extremer Irritierbarkeit oder Aggressivität neigen, könnten von einer Supplementierung profitieren.
- Bei Wallachen: Trotz Kastration können einige Wallache immer noch Anzeichen von hengstigem Verhalten zeigen. Mönchspfeffer kann dazu beitragen, dieses Verhalten zu mindern — was den Umgang mit dem Tier erleichtert und das soziale Zusammenleben in der Herde verbessern kann.
Fruchtbarkeitsmanagement
- Zyklusregulierung: Bei Zuchtstuten kann Mönchspfeffer dazu beitragen, einen unregelmäßigen Zyklus zu normalisieren — was die Planung von Deckeinsätzen erleichtert und die Wahrscheinlichkeit einer erfolgreichen Trächtigkeit erhöhen kann. Für ausführliche Informationen zur Trächtigkeit, lies unseren Ratgeber: Trächtigkeit beim Pferd.
- Fruchtbarkeitsstörungen: Bei Fruchtbarkeitsproblemen, die durch hormonelle Imbalancen verursacht werden — wie beispielsweise zystische Ovarien — kann Mönchspfeffer als Teil eines Behandlungsplans eingesetzt werden, um die normale Ovarfunktion zu unterstützen.
Bei der Anwendung von Mönchspfeffer ist eine korrekte Dosierung entscheidend und sollte immer in Absprache mit einem Tierarzt erfolgen — da eine Über- oder Unterdosierung zu unerwünschten Nebenwirkungen führen kann.
- BEI ROSSEVERHALTEN VON STUTEN: Insbesondere Stuten zeigen während der Rosse, bedingt durch den veränderten Hormonhaushalt, immer wieder unnatürliche Schwankungen im Verhalten oder Sexualtrieb. In vielen Fällen kann Mönchspfeffer dabei helfen, den Hormonhaushalt des Pferdes zu stabilisieren.
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Kann Mönchspfeffer bei Cushing helfen? Die Studienlage
Die Studie „Use of the chasteberry preparation Corticosal® for the treatment of pituitary pars intermedia dysfunction in horses“ von Bradaric, May & Gehlen, veröffentlicht in der Pferdeheilkunde 29 (2013), untersuchte die Wirksamkeit der Behandlung von PPID (Pituitary Pars Intermedia Dysfunction, auch bekannt als Equines Cushing-Syndrom) bei Pferden mit einem Ergänzungsfuttermittel, das Mönchspfeffer (Vitex agnus-castus) enthält.
Die Studie umfasste 38 Pferde und Ponys, die an PPID litten und in drei Gruppen eingeteilt wurden. Die erste Gruppe (T1) erhielt sechs Monate lang das Mönchspfeffer-Präparat, die zweite Gruppe (T2) erhielt zusätzlich zu Mönchspfeffer auch Pergolid, und die dritte Gruppe (T3) erhielt für die ersten drei Monate Pergolid und ein Placebo und für die folgenden drei Monate Pergolid und das Mönchspfeffer-Präparat.
Die Ergebnisse zeigten innerhalb der Gruppe T1 signifikante Verbesserungen der klinischen Parameter zwischen der ersten und zweiten Untersuchung (p = 0,0042) sowie zwischen der zweiten und dritten Untersuchung (p = 0,0001). Die klinischen Symptome — darunter Hypertrichose, übermäßiges Schwitzen, durchhängender Rücken und Verhaltensänderungen — verbesserten sich signifikant basierend auf dem klinischen Gesamtscore.
Die Studie lieferte Hinweise darauf, dass das Mönchspfeffer-haltige Präparat Corticosal® eine wirksame unterstützende Behandlung für PPID bei Pferden sein könnte — insbesondere in Bezug auf die Verbesserung der klinischen Symptome. Für eine vollständige Übersicht zum Thema Cushing-Syndrom lies bitte: Cushing beim Pferd — Ursachen, Symptome und Behandlung.
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Mönchspfeffer für Pferde richtig dosieren — Wie viel ist optimal?
Die Dosierung von Mönchspfeffer muss an die individuellen Bedürfnisse des Pferdes angepasst werden. Beginne immer mit einer niedrigeren Dosis und steigere langsam, um die Verträglichkeit zu testen. Eine Fütterung sollte nicht länger als sechs Monate am Stück erfolgen.
Dosierungstabelle — Mönchspfeffer nach Gewicht
| Pferde-Typ | Körpergewicht | Dosierung pro Tag (Pulver) | Dosierung pro Tag (Liquid) |
|---|---|---|---|
| Shetty / Kleinst-Pony | bis 200 kg | 2,5–5 g | 10–15 ml |
| Pony / Kleinpferd | 200–350 kg | 5–10 g | 15–20 ml |
| Warmblut / Großpferd | 350–600 kg | 10–15 g | 20–30 ml |
| Kaltblut / schwere Rassen | über 600 kg | 15–20 g | 30–40 ml |
Hinweis: Diese Werte sind Richtwerte. Die genaue Dosierung sollte mit deinem Tierarzt abgestimmt werden — abhängig von der individuellen Situation deines Pferdes, dem Ansprechverhalten und dem behandelten Problem.
Mönchspfeffer-Dosierrechner für Pferde
Tagesdosis Vitex agnus-castus — individuell berechnet nach Körpergewicht und Formulierung.Unterschiede zwischen flüssigen und festen Formulierungen
- Flüssige Formulierungen: Diese sind oft konzentriert und können leicht über das Futter geträufelt werden. Die Dosierung muss genau beachtet werden, da flüssige Extrakte stärker wirken können als feste Formulierungen. Die Dosierungsanweisungen des Herstellers sollten genau befolgt werden.
- Feste Formulierungen (Pulver/Pellets): Pulver oder Pellets können einfacher zu dosieren sein — insbesondere wenn es um die Vermischung mit dem Futter geht. Sie sind eine gute Wahl für Pferde, die flüssige Zusätze ablehnen.
Unabhängig von der Formulierung sollte Mönchspfeffer immer gemäß den Anweisungen eines Tierarztes und unter Berücksichtigung der individuellen Reaktion des Pferdes verabreicht werden.
Welche Nebenwirkungen hat Mönchspfeffer bei Pferden?
Mögliche Nebenwirkungen
Obwohl Mönchspfeffer ein natürliches Supplement ist, kann seine Verwendung zu Nebenwirkungen führen — insbesondere wenn es überdosiert wird oder das Pferd besonders sensibel darauf reagiert:
- Verhaltensänderungen, wie erhöhte Reizbarkeit oder Apathie
- Magen-Darm-Probleme, wie Durchfall oder Appetitlosigkeit
- Hautreaktionen, wie Ausschlag oder Juckreiz
- Hormonelle Störungen, die sich in unregelmäßigen Zyklen oder veränderten Rosseintensitäten äußern können
Management der Nebenwirkungen
Wenn Nebenwirkungen auftreten, setze das Supplement ab und konsultiere einen Tierarzt. Dieser kann entscheiden, ob die Symptome direkt auf den Mönchspfeffer zurückzuführen sind oder ob eine andere Ursache vorliegt.
Vorsichtsmaßnahmen
- Tierärztliche Beratung: Vor der Anwendung sollte eine tierärztliche Untersuchung erfolgen.
- Langsame Einführung: Mönchspfeffer langsam in die Ernährung einführen, um die Verträglichkeit zu überprüfen.
- Beobachtung: Während der Anwendung das Pferd sorgfältig auf Verhaltens- und Gesundheitsänderungen beobachten.
- Dosierung einhalten: Die Empfehlungen zur Dosierung genau befolgen.
- Schwangerschaft und Stillzeit: Bei trächtigen oder säugenden Stuten sollte Mönchspfeffer nicht verwendet werden.
- Wechselwirkungen: Mönchspfeffer kann mit anderen Medikamenten interagieren — den Tierarzt über alle Präparate informieren.
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- Hormonelle Störungen sind auch bei Pferden nicht selten. Insbesondere Stuten während der Rosse oder auch Wallache zeigen übermäßige unnatürliche Schwankungen im hormonellen Verhalten. In vielen Fällen können die harmonisierenden Wirkstoffe des Mönchspfeffers helfen.
- Nur wenige Milliliter des hochkonzentrierten Saftes von ESTELLA reichen aus, um eine Ausgeglichenheit zu unterstützen. Studien weisen auf eine stabilisierend wirkende Eigenschaft bei Pferden mit Cushing hin.
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Wann sollte man Mönchspfeffer nicht geben?
Mönchspfeffer sollte in folgenden Situationen nicht eingesetzt werden:
- Trächtigkeit: Bei trächtigen Stuten sollte Mönchspfeffer vermieden werden, da es die hormonelle Balance stören und das Risiko von Komplikationen erhöhen könnte.
- Stillzeit: Ebenfalls sollte es während der Stillzeit nicht verabreicht werden, da nicht bekannt ist, ob und wie es auf das Fohlen übergeht.
- Junge Pferde: Bei jungen Pferden, deren Hormonhaushalt sich noch entwickelt, sollte von der Verabreichung abgesehen werden.
- Vorbestehende Hormonstörungen: Pferde mit vorbestehenden Hormonstörungen oder Erkrankungen, die den Hormonhaushalt beeinflussen, sollten Mönchspfeffer nur nach Rücksprache und unter Aufsicht eines Tierarztes erhalten.
- Vor Wettkämpfen: Mönchspfeffer kann auf Dopinglisten stehen — nicht unmittelbar vor Wettkämpfen einsetzen.
- Gleichzeitige Medikation: Bei Pferden, die bereits hormonell wirksame Medikamente erhalten, sollte die Anwendung nur unter tierärztlicher Anleitung erfolgen.
- Individuelle Unverträglichkeit: Wenn ein Pferd in der Vergangenheit empfindlich auf Mönchspfeffer reagiert hat, sollte es nicht erneut verabreicht werden.
- Erkrankungen des endokrinen Systems: Bei Pferden mit Cushing oder EMS sollte Mönchspfeffer nur nach eingehender tierärztlicher Beratung eingesetzt werden — nicht als Ersatz für eine ärztliche Behandlung.
Fazit
Mönchspfeffer für Pferde — Das solltest du wissen
Mönchspfeffer (Vitex agnus-castus) ist ein bewährtes Naturheilkraut, das Pferdebesitzern eine sanfte Möglichkeit bietet, hormonell bedingte Probleme bei Stuten und Wallachen anzugehen. Die wissenschaftliche Studie von Bradaric et al. (2013) zeigt, dass Mönchspfeffer auch beim Cushing-Syndrom unterstützend wirken kann. Wichtig ist: Mönchspfeffer ist kein Ersatz für die tierärztliche Diagnose und Behandlung — aber als Teil eines durchdachten Fütterungsplans kann es eine wertvolle Ergänzung sein. Beginne immer mit einer niedrigen Dosis, beobachte dein Pferd sorgfältig und sprich die Anwendung immer mit deinem Tierarzt ab.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie dosiere ich Mönchspfeffer für mein Pferd?
Die Dosierung richtet sich nach dem Gewicht deines Pferdes: Shettys erhalten 2,5–5 g Pulver pro Tag, Ponys 5–10 g, Großpferde 10–15 g und Kaltblüter 15–20 g. Beginne immer mit der niedrigsten Dosis und steigere langsam. Bei flüssigen Formulierungen gelten geringere Volumina (10–40 ml je nach Gewicht). Sprich die exakte Dosis mit deinem Tierarzt ab.
Welche Nebenwirkungen kann Mönchspfeffer bei Pferden haben?
Mögliche Nebenwirkungen sind Verhaltensänderungen (erhöhte Reizbarkeit oder Apathie), Magen-Darm-Probleme (Durchfall, Appetitlosigkeit), Hautreaktionen (Ausschlag, Juckreiz) sowie hormonelle Störungen mit unregelmäßigen Zyklen. Bei Auftreten von Nebenwirkungen das Supplement absetzen und den Tierarzt konsultieren.
Hilft Mönchspfeffer auch bei Wallachen?
Ja, Mönchspfeffer kann auch bei Wallachen helfen, hengstiges Verhalten zu reduzieren — trotz Kastration können manche Wallache noch hormonell bedingte Verhaltensweisen zeigen. Die Inhaltsstoffe wirken auf das Dopaminsystem und können überschüssiges Prolaktin reduzieren. Die Anwendung sollte auch hier nur nach Tierarzt-Rücksprache erfolgen.
Kann ich Mönchspfeffer bei trächtigen Stuten geben?
Nein. Mönchspfeffer ist bei trächtigen und säugenden Stuten kontraindiziert, da es die hormonellen Prozesse beeinflussen kann und das Risiko von Komplikationen erhöhen könnte. Auch während der Stillzeit sollte kein Mönchspfeffer verabreicht werden.
Wie lange dauert es, bis Mönchspfeffer wirkt?
Mönchspfeffer wirkt nicht sofort. Erste positive Effekte zeigen sich in der Regel nach 4 bis 6 Wochen regelmäßiger Fütterung. Die volle Wirkung stellt sich oft erst nach 2 bis 3 Monaten ein. Eine Fütterung sollte nicht länger als sechs Monate am Stück erfolgen — danach ist eine Pause empfehlenswert.
Ist Mönchspfeffer dopingrelevant?
Ja, Mönchspfeffer kann auf Dopinglisten stehen. Wenn dein Pferd an Wettkämpfen teilnimmt, solltest du Mönchspfeffer rechtzeitig vor dem Wettkampf absetzen — idealerweise mindestens 2 bis 4 Wochen vorher. Informiere dich über die aktuellen Dopingregeln deiner Turnierorganisation.
Kann Mönchspfeffer bei Cushing (PPID) helfen?
Ja, eine Studie von Bradaric, May & Gehlen (Pferdeheilkunde 2013) mit 38 Pferden zeigte, dass das Mönchspfeffer-haltige Präparat Corticosal® positive Effekte auf die klinischen Symptome von PPID hatte. Mönchspfeffer ist jedoch kein Ersatz für die tierärztliche Cushing-Behandlung (z.B. mit Pergolid), sondern kann sie unterstützend begleiten. Lies auch: Cushing beim Pferd.
Zuletzt aktualisiert: März 2026








